ImpressumBuchshopMediatatenHome
2011-12-20

Sicherheitsdienstleistung: Marktführer optimistisch für die Zukunft

Die erzielten Umsätze übertrafen jeweils die zuvor geäußerten Erwartungen: Für 2010 hatten die Branchenführer ein Wachstum von 2,7% prognostiziert, erreicht wurden 5,9%. Auch die 2010 geäußerte Umsatzprognose für 2011 (+5,4%) dürfte deutlich überschritten werden. Branchenweit lag das Plus, wie Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes BDSW anlässlich der Vorstellung der neuen Lünendonk-Liste 2011 mitteilte, bereits im September bei ca. 10% gegenüber dem Vorjahr.

Die Umsatzsteigerungen gehen, wie die Lünendonk-Analyse zeigt, sowohl auf Neugeschäft zurück wie auch auf Preiserhöhungen, die im Zuge von Tarifanpassungen, in diesem Jahr auch durch die Einführung der Branchenmindestlöhne, im Markt durchgesetzt werden konnten. Die Umsatzrenditen seien stabil geblieben. Auf der Negativseite stehen derzeit nur die nach wie vor niedrigen Marktpreise, die für Sicherheitsdienstleistungen erzielt werden können. Für Martin Riebschläger, Geschäftsführer der Wisag Facility Service Holding und einer der Partner der Lünendonk-Studie (weitere Partner: Piepenbrock und W.I.S.) kann die Einführung des Mindestlohns daher nur ein erster Schritt gewesen sein. Angesichts der wachsenden Anforderungen an die Mitarbeiter und die Werte, für die diese Verantwortung übernehmen, sei eine weitere Aufwertung der Sicherheitsdienstleistung geboten.
Um in das zur Lünendonk-Marktsegmentstudie gehörenden Ranking der Top 15 aufgenommen zu werden, reichte ein Jahresumsatz von 40 Mio. EUR aus. Aus Sicht der Marktforscher ein im Vergleich zu anderen Branchen niedriger Umsatz für ein Unternehmen aus dem Kreis der Marktführer. Deutlich an der Spitze liegt Securitas mit einem Umsatz von 574 Mio. EUR (2010). Das zweitplatzierte Sicherheitsunternehmen, Kötter, erzielte mit 235 Mio, EUR etwa halb so viel wie der Branchenprimus. Dritter ist die Niedersächsische Wach- und Schließgesellschaft (169 Mio. EUR) vor Wisag (136,9 Mio. EUR) und Pond (104,3 Mio. EUR).
Die Beschäftigtenzahl der untersuchten 15 Branchenunternehmen blieb 2010 stabil (2009: 59.500 Mitarbeiter; 2010: 60.100). Der Pro-Kopf-Umsatz lag 2010 im Durchschnitt bei 30.717 EUR.
Größte Kundengruppe der Sicherheitsdienstleister ist mit über 35% die Industrie. Es folgen der Öffentliche Dienst (20,6%) sowie Verkehr und Logistik (7,9%), die beide als Wachstumssektoren angesehen werden. Bei der Art der Tätigkeit steht an erster Stelle der Objekt- und Wachschutz. Hier erzielten die Branchenführer 39,5% ihres Umsatzes. Es folgen Flughafensicherheit (12,5%), Empfangsdienste (8,2%) sowie Revier- und Streifendienst (6,1%).

Weitere Informationen: www.luenendonk.de
Andere wichtige Links: